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Mit Lette & Lingo auf Zack

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24. Juni 2012

Interview

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Die dritte Version der Schlaumäuse-Lernsoftware überzeugt nicht nur grafisch und konzeptionell: Das neue Programm bietet auch eine Vielzahl technischer Raffinessen, die mithilfe von Windows 8 möglich wurden. Ein entscheidender Fortschritt: die Kinder können die gesamte Software mit den Fingern bedienen – eine Maus ist dafür nicht mehr zwingend notwendig. Selbst eine Steuerung durch bloße Gesten ist möglich.

Daniel Schötz

Daniel Schötz

Daniel Schötz, Leiter der Technologieentwicklung der Berliner Multimedia-Agentur Helliwood, koordinierte die technologische Umsetzung und erklärt in einem Gespräch die Vorteile des Programms.

Inwieweit unterscheidet sich die neue Schlaumäuse-Version in technischer Hinsicht von der alten Fassung?
Die alte Schlaumäuse-Software ist sehr erfolgreich gewesen, gar keine Frage. Aber sie ist ein bisschen in die Jahre gekommen. Wir haben versucht, die Bedienung einfacher und einheitlicher zu gestalten und sind auf die zahlreichen Rückmeldungen aus den Kindergärten eingegangen. Mithilfe von Windows 8 ergaben sich bei der Neuentwicklung des Lernprogramms vollkommen neue Umsetzungsmöglichkeiten. Bisher war die Software nur als CD-Rom erhältlich. Jetzt können die Anwender die Version ganz einfach im Internet herunterladen. Damit haben auch die Eltern die Möglichkeit, die Schlaumäuse zuhause zur Sprachunterstützung ihrer Kinder einzusetzen.

Was hat Sie als IT-Experte besonders an der Neuentwicklung gereizt?
Ganz klar: die Nutzung und Einbindung neuer Technologien. Als Entwickler-Team sind wir stolz darauf, dass wir eine Programm-Suite entwickelt haben, die technologisch dem allerneusten Stand entspricht. Besonders spannend war es, dass wir neben dem klassischen Programm eine über Kinect-Technologie gesteuerte Zusatzapplikation entwickelt haben. Der Clou daran ist, dass die Kinder lernen und sich gleichzeitig bewegen. Die Kinder können zum Beispiel mit ihrem Körper Buchstaben nachbilden und mit ihren Händen Worte hin- und herschieben. Oder sie müssen in die Luft springen, damit die Schlaumäuse neue Energien bekommen. So ein Lernprogramm gibt es bisher noch nicht.

Sind die Schlaumäuse insgesamt einfacher zu bedienen als andere Lernprogramme?
Im Gegensatz zu anderen Lernprogrammen, die von den Kindern in der Regel nur mit der Maus gesteuert werden müssen, gibt es für die Schlaumäuse-Lernsoftware zusätzliche Eingabeoptionen. Die Kinder können ganz klassisch am Bildschirm mit der Maus spielen oder das gesamte Programm mit den Fingern bewegen. Gerade für Kleinkinder, die oft Probleme mit der Mausführung haben, ist die Toucheingabe sehr hilfreich.

Hat sich noch etwas hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit verändert?
Die Einrichtung der Software wird durch Windows 8 ebenfalls sehr viel einfacher, weil alles automatisch aus dem Store installiert wird. Hinzu kommt, dass wir durch die Onlineanbindung im Gegensatz zur alten Version die Möglichkeit haben, wichtige Updates einzuspielen, beispielsweise neue Übungen. Auch wenn ein Fehler in der Software auftauchen sollte, kann man ihn online beheben. So können wir viel schneller auf Veränderungen reagieren.

Haben Sie bereits erste Rückmeldungen auf die neue Version erhalten?
Innerhalb des gesamten Agentur-Teams haben wir ununterbrochen Qualitäts- und Feedbackschleifen. Gerade bei der Software-Entwicklung für Kinder ist solch ein Kontrollprozess immens wichtig. Wir arbeiten eng mit der Pädagogischen Hochschule in Erfurt zusammen. Eine Studentengruppe begleitet unsere Arbeit und die Einführung des neuen Programms in den Kitas. Darüber hinaus habe ich einen ganz kritischen Tester. Das ist nämlich mein fünfjähriger Sohn. Er spielt regelmäßig mit den neusten Versionen und sagt mir dann, was ihm gefällt und was er nicht so gut findet.

Hat Ihr Sohn bereits ein Schlaumäuse-Lieblingsspiel?
Er findet vor allem die Spiele toll, in denen man Laute erkennen und zuordnen muss. Auch das Zusammensetzen von Silben bringt ihm viel Spaß. Was ihm sehr, sehr gut gefällt ist, dass man nicht mehr streng mit der Maus am Computer sitzen braucht, sondern die Software mit den Fingern bedienen kann und mit dem Tablet auch auf dem Teppich sitzen und spielen kann.

Kann neben der neuen Version, auch das alte Schlaumäuse-Programm weiter genutzt werden?
Die neue Schlaumäuse-Software wird technologisch die alte Version nicht ersetzen. Das bedeutet, dass bei der Installation des neuen Programms weder die alte Version überspielt noch gelöscht wird. Die Kindergärten könnten parallel die alte und neue Version nutzen.

Gibt es bei technischen Fragen eine Anlaufstelle?
Für uns ist es wichtig, dass die Software selbst erklärend ist. Es hat sich gezeigt, dass die Kindergärten sehr gut alleine mit dem Programm zurechtkommen. Das ist für uns ein positives Zeichen dafür, dass wir gute Arbeit bei der Programmierung geleistet haben. Sollte dennoch einmal ein technisches Problem oder eine Frage zur Bedienung auftreten, können die Einrichtungen über das Schlaumäuse-Onlineportal Kontakt zu uns aufnehmen. Ein Angebot, das gerne und intensiv von den Kindergärten genutzt.

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