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Intelligente Nager

Von:

26. Juni 2012

Interview

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Gleich vier verschiedene Rollen in der neuen Schlaumäuse-Welt spielen und sprechen? Das ist für den bekannten „Tatort“-Schauspieler Nikolaus Gröbe, der regelmäßig in Hörspielproduktionen und als Synchronsprecher besetzt wird, eine spannende Herausforderung. Bei den Schlaumäusen stellt der Berliner die Aufgaben, ist Erzähler, spricht Lingo die Maus und schlüpft in die Rolle des frechen Wörterwichtels. Was die Kinder von den Figuren lernen können, verrät der Schauspieler in einem Interview.

Nikolaus Gröbe

Nikolaus Gröbe

Wie gefällt Ihnen die neue Version der Schlaumäuse-Lernsoftware?
Die Schlaumäuse kannte ich vorher nicht. Ich habe aber von ihnen gehört, weil ich viel mit Kindern arbeite, am Theater oder bei musikalischen Erlebniskonzerten, wie zum Beispiel an der Staatsoper Berlin oder im Gewandhaus in Leipzig. Was mich an den Schlaumäusen überzeugt, ist der emotionale Moment. Für Kinder scheint es mir wichtig, dass Inhalte auch und gerade über Gefühle transportiert werden. Ich mag die Figuren, weil sie sehr kind- und altersgerecht gestaltet sind. Sie sprechen mich einfach an. Auch die Geschichten finde ich sehr poetisch. Es fasziniert mich, wie die Kinder spielerisch mit den Schlaumäusen lernen, ohne es zu merken. Die Geschichten regen ihre Phantasie an, machen Lust auf Sprache und eröffnen darüber hinaus in fantasievoller Weise den Zugang zur realen Welt.

Welche besonderen Stärken haben die Figuren?
Die Figuren sind allesamt sehr sympathisch. Ob Lingo oder Lette– selbst der Wörterwichtel mit seinem großen Appetit auf Buchstaben – sie alle sind einfach liebenswert. Die schlaue Maus Lingo ist lebenslustig, steckt voller Energie und lässt sich gerne von den Kindern helfen, weil er nicht perfekt ist. Er stellt viele Fragen, die nur gemeinsam gelöst werden können. So lernen die Kinder auch spielerisch soziale Kompetenz, dass man nicht immer alles alleine machen muss oder soll. Im Gegenteil: die Kinder erfahren dadurch, dass es andere gibt, die einem helfen oder den man helfen muss. Frei nach dem Motto: Gemeinsam sind wir stark. Diese Grundhaltung, die von den Schlaumäusen vermittelt wird, finde ich toll.

Normalerweise stehen Sie als Schauspieler vor der Kamera. Jetzt haben Sie gleich vier Charakteren Ihre Stimme geliehen. War das schwierig für Sie?
Ich fand es eine interessante Herausforderung, zugegebenermaßen etwas ungewöhnlich, aber es macht total viel Spaß. Das liegt nicht nur an den Charakteren die ich spreche, sondern auch an dem wirklich tollen Team, mit welchem wir diese Aufgabe gemeinsam realisieren. Bei Zeichentrickfiguren läuft sehr viel über die Stimme. Die Stimmen müssen alle Gefühle ausdrücken, sie müssen witzig, fröhlich, traurig oder wütend sein. Ich freue mich, dass die Kinder meine Stimmen mögen und so die Geschichte der Schlaumäuse für sie glaubwürdig und authentisch wird.

Was lernen Kinder mithilfe der Schlaumäuse?
Ich finde das gesamte Projekt inhaltlich sehr stimmig. Das Programm scheint wirklich sehr motivierend zu wirken und es ist eine Freude zu sehen, wie die Kinder spürbar Lust am Lernen entwickeln und wir so dem Ziel, den Kindern eine höhere (Sprach-)Kompetenz zu vermitteln, spielerisch näher kommen. Dass in nachvollziehbarer Weise ihre Eigenständigkeit gefördert und ihre Kreativität geradezu angespornt wird, ist ein weiterer Beweis für mich, dass Spielen am Computer und Kreativität sich nicht ausschließen. Sondern im Gegenteil der verantwortungsvolle Umgang mit dem Medium Computer dazu beitragen kann, dass die Kinder Stück für Stück zu interessanten und eigenständigen Persönlichkeiten (er-)wachsen.

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