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"Nil tam difficile est, quod non sollertia vincat!"
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OsZ 11/08: Die Sache mit der Maus

Schreibmaschine mit Computermaus

Schreibmaschine mit Computermaus

Der Preis der Vision ist mitunter einfach Geduld. Dafür gibt es viele historische Beispiele und kuriose Geschichten. Auch die Idee zum wohl wichtigsten Interface unserer Zeit spiegelt dies wieder:

Was die zwei jungen Leute da in der Tasche trugen, sollte die Geschichte der Computertechnik revolutionieren. Daran glaubten die beiden fest. Nun waren sie unterwegs zum Termin bei der seinerzeit einflussreichsten Firma des neuen Computerbusiness, der International Business Machines Corporation  [IBM] bekannt als internationaler Büromaschinenhersteller. Berühmt waren vor allem die Großrechner – zum Beispiel die Wahlcomputer – die erstmals eine Hochrechnung der Wahlergebnisse in Amerika erlauben sollten.

Was die Herren im Anzug nun bei der Präsentation von Douglas C. Engelbart sahen, war ein etwas unförmig erscheinendes kleines Gerät, ein kleiner Holzkasten. Es könne – so werden die jungen Erfinder argumentiert haben – die Eingabe von Daten auf Rechnern wesentlich erleichtern und damit die “Schnittstelle” von Mensch und Maschine revolutionieren. Das kleine Ding da auf dem Tisch erschien den Herren eher kurios, sicher nicht revolutionär. Die Firma der Großrechner würde sich bei den eigenen Kunden wahrscheinlich schon allein mit dem Namen des Gerätes, das da vor ihnen lag, unmöglich machen. Nur wenig später begann die  “Maus”  ihren Siegeszug.

Das ist ein Beispiel dafür, dass neue Ideen an Vielem scheitern können, aber eben auch durchsetzbar werden, wenn man nicht so schnell aufgibt. Erfolg kann gemanagt werden!

  • Wie findet man heraus, ob eine Idee zeitgemäß ist, ob es vergleichbares schon gibt, mit wem man erfolgreiche Partnerschaften eingehen kann?
  • Nehmen wir mal an, die Firma hätte die präsentierte Idee der „Maus“ selbst erfolgreich umgesetzt. Wie schützt man als junger Entwickler Ideen, die ihrer Zeit häufig voraus sind und somit Zeit zur Umsetzung brauchen?
  • Besessenheit ist eine Erfolgsbedingung, um etwas Neues durchzusetzen. Aber oft muss zunächst schlicht gerechnet werden. Wie sieht die Kalkulation für die Umsetzung und Verwertung einer bestimmten Idee aus? Und woher genau kommt das Geld, damit eine Vision real wird?
  • Die Sache mit der Maus zeigt vor allem, dass Erfolg viele Bedingungen haben kann. Welche anderen lassen sich in der Geschichte finden – und ist heute, dank der globalen Netze, alles ganz anders? Gibt es neue Erfolgsbedingungen und andere Preise, damit Visionen wahr werden?

Mehr dazu im Blog: Originale setzen Zeichen

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Originale setzen Zeichen
Originale setzen Zeichen | ist eine Initiative von Helliwood media & education und der Microsoft Deutschland GmbH. Ziel der Initiative ist es, die Thematik „Schutz des geistigen Eigentums“ unter einer pädagogischen Dimension für Lehrerinnen und Lehrer aktuell darzustellen und zu diskutieren.

Kontakt | Alle Einträge von: Originale setzen Zeichen

2 Kommentare

  1. Das ist eine wirklich schöne Geschichte mit der Maus. Allerdings ist das Ende unnötig kurz ausgefallen. Die Maus hat nämlich nach der ersten Patentanwendung noch 10 Jahre gebraucht bis der Visionär Steve Jobs in ihr das Computerinterface der Zukunft sah und sie 5 weitere Jahre später auf den Markt brachte. Ein Patent, Geduld und Management reichen nicht aus, sondern es braucht auch Zufälle und mächtige Partner, damit aus einer Idee ein technologischer Standard wird. Oder passte Apple und Steve Jobs einfach in den Kontext der Geschichte nicht rein?

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