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Das Medium Film im interkulturellen Training

Perspektivenwechsel ist eine bewährte Methode im interkulturellen Training. Eine Situation mit den Augen des anderen zu betrachten, lässt die eigene „Kulturbrille“ erkennen, durch die andere Kulturen oftmals wahrgenommen werden. Das Medium Film eignet sich in besonderer Weise, den Perspektivenwechsel zu fördern und sich mit der eigenen ethnozentrischen Sichtweise auseinander zu setzen.

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Das Medium Film im interkulturellen Training

Kulturelle Vielfalt und Perspektivenwechsel
Filme können Einblicke in andere Welten geben, indem sie fremde Traditionen und Lebensweisen zeigen und kulturelle Ausdrucksformen widerspiegeln. Sie wecken unterhaltsam Empathie, Achtsamkeit und Respekt gegenüber unterschiedlichen Denk-und Lebensweisen. Filme laden dazu ein, Situationen aus der Perspektive der handelnden Personen wahrzunehmen, so dass die eigene Sichtweise hinterfragt werden kann.

Das interkulturelle Training, das HELLIWOOD media&education für Jugendliche konzipiert hat, umfasst auch die Auswahl bekannter und ausgezeichneter Filme, um die Diskussion und Sensibilisierung für kulturelle Vielfalt und den angemessenen Umgang in interkulturellen Situationen anzuregen.

Der Tango der Rashevskis, 2003
R.: Sam Garbarski
FSK: ohne A. Empfehlung: ab 14 Jahren
Humorvoll, witzig und amüsant wird die Geschichte der französisch-jüdischen Familie Rashevski erzählt. Der Tango zieht sich wie ein roter Faden durch den Film und steht für Toleranz, Offenheit und eine Vielfalt an Sichtweisen, die im Kontext von Emphatie, Akzeptanz und der Wahrung eigner Identität erörtert werden.

This is England, 2006
R.: Shane Meadows
FSK: ab 12 Jahren; Empfehlung: ab 16 Jahren
Der vielfach ausgezeichnete Film gilt bereits als neuer Klassiker des britischen Kinos. Er spielt 1983 in England zur Zeit der Thatcher-Regierung und des Falkland-Krieges. Erzählt wird die Geschichte des Jungen Shaun, der in die Skinhead-Szene gerät. Kulturdimensionen wie Macht, Hierarchie und Geschlechterrollen geraten in das Blickfeld und werden anhand der Bedeutung kultureller Symbolik von Kleidung, Haarschnitt, Flagge und Musik in Szene gesetzt.

Just a Kiss, 2003
R.: Ken Loach
FSK: ab 6 Jahren; Empfehlung: ab 15 Jahren
In starken und eindringlichen Bildern vermittelt der Film des bekannten britischen Regisseurs Ken Loach die Probleme einer Liebe zwischen verschiedenen Religionen, Familienbilder und Lebensstilen. Der Film stellt die Zerreißprobe im unterschiedlichen Umgang mit Hierarchie und Geschlechterrollen dar und ist zugleich ein Plädoyer für eine Gemeinschaft ohne Ausgrenzung.

Der Filmbetrachtung gehen kurze Impulsreferate voraus, die Informationen zum Thema, dem gesellschaftlichen Kontext und dem Regisseur vermitteln. Eine Filmanalyse und Diskussion können abschließend, ggf. auch im Schulunterricht, erfolgen und durch Referate und Hausarbeiten ergänzt werden. Materialien hierzu können angefordert werden.

Weitere Informationen auf Anfrage: +49 30 2938 1680

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